Termine November 2017

Wettkämpfe/Lehrgänge weiblich

11.11.

3.WK, 1.Bundesliga, Dresden

11.11.

2.WK, Regionalliga, Heidelberg

16.-19.11.

Massilia-Cup, Marseille

18.+19.11.

DTB-Kadertest

23.-26.11.

Turnier der Meister, Cottbus

 

Wettkämpfe/Lehrgänge männlich

4.+5.11.

Deutschlandpokal, Cottbus

25.+26.11.

Future-Cup

 

Sonstiges

VORSCHAU: 17.12.

Turngala 25 Jahre KRK

 

Neuigkeiten

GALA - 25 Jahre KRK
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Olympia-Qualifikation Samstag den 9.7.2016 mit Leah, Pauli und Maike im Livestream
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Sonntag, 16. August 2009

Sonntage haben etwas Romantisches. Besonders wenn ein Flug in den Sonnenuntergang über die Alpen ansteht – Ziel Rimini an der italienische Adriaküste. 24 erwartungsvolle Gesichter drängeln sich am Stuttgarter Flughafen, für drei von ihnen wird es der erste Flug ihres Lebens sein. Die KRK-Meute sammelt sich schon deutlich vor der vereinbarten Zeit und die freundliche Dame vom TUIFly-Schalter legt sich ebenso begeistert ins Zeug und gibt ihr Bestes. Selbst früher Leistungssportlerin, zeigt sie ein Herz für unsere Kids. Drei komplette Reihen im Flugzeug kann sie für uns herausholen. Drei Fensterplätze für die Erstflieger sind natürlich obligatorisch.

Beim Sicherheitscheck finden sich – erwartungsgemäß – bei dem und bei der anderen noch Flüssigkeiten in unzulässigen Mengen, ein Sprint zurück zum Check-In-Schalter verhindert die Vernichtung. Am Gate dann eine neue Herausforderung – der geplante Transfer vom Flughafen kann wahrscheinlich nicht stattfinden, weil in ganz Rimini und Umgebung keine Minibusse mehr verfügbar sind und der Verkehr wegen den rückreisenden Italienern völlig zusammengebrochen ist. Strategiebesprechung des Betreuerteams am Gate, während die Vorhut in Rimini versucht Möglichkeiten eines Bus- und Zugtransfers zu ermitteln. Am Ende steht ein guter Plan. Aber alles hängt an einer einzelnen Busverbindung zum Bahnhof nach Rimini.

Um 20:10 Uhr hebt die 737-700 in den Stuttgarter Abendhimmel ab. Entlang des Sonnenuntergangs kurvt die Maschineauf 31 000 Fuß um verschiedene Gewitterfronten herum, bis sie nach knapp einer Stunde in den Sinkflug entlang der Adriaküste geht. Der Landeanflug auf Rimini enthält aufgrund zahlreicher Lärmschutzzonen eine große Kunstflugkomponente, jemand mutmaßt, dass jeder Sonnenschirm am Strand einzeln umflogen werden muss. Die Kids nehmen es mit Humor, nicht nur der Landeanflug, sondern auch die Soundkulisse erinnert stark an die einer Achterbahn.

Am Boden erwartet uns die nächste Überraschung. Den Bus, an dem alles hängt und den uns die Verkehrsbetriebe empfohlen haben, gibt es auf dem Fahrplan jedenfalls nicht. Und auch nicht in der Realität. Denn da steckt er im Verkehrschaos von Rimini fest. Der Hilferuf an KRK-Chef Alex Bachmayer wird erhört, umgehend „Plan B“ wird eingeleitet. Unser Transferbus zur Halle und die Autos der noch in Torette weilenden Eltern werden in Bewegung gesetzt. Die Gruppe vergnügt sich derweil in der geschlossenen Flughafen-Bar mit Flaschendrehen und teilt sich die Vorräte, das Flughafenpersonal wundert sich dagegen über Jugendliche die auf ihren Händen oder bellend auf allen Vieren durch die Ankunftshalle wandeln. Müde scheint fast keiner zu sein.

Irgendwann kurz vor Mitternacht trifft die Auto-Karawane am Flughafen ein, die Verkehrslage hat sich mittlerweile ebenfalls beruhigt, so können alle Turnerinnen und Turner bereits 45 Minuten später den Gang in die Betten ihrer klimatisierten Zimmer antreten. Wenig später folgen die Betreuer.



Montag, 17. August 2009

Torette, 7:30 Uhr. Die Frisur sitzt noch nicht bei allen, aber der Himmel ist ja auch blau und wolkenfrei. Der Strand liegt in der goldenen Morgensonne und lädt ein zum Baden - die KRK jedoch geht in die Halle. Die ist bestens ausgestattet, inklusive Grube und Trampolinbahn. Der Vorstand und sein Mediendirektor machen sich auf die Wasser- und Geldsuche. Giuseppe, unser Partner vor Ort, ist dabei stets sehr hilfreich. 17 Hallen hat er mittlerweile eröffnet erzählt der frühere Nationaltrainer von Italien, als er uns in seinem Mercedes zur Bank kutschiert. Damit die KRK ihren geplanten Hallenneubau schneller verwirklichen kann, fährt der Italiener mit uns gleich noch zur Lottoannahmestelle: rund 140 Millionen sind zu gewinnen, Geld, für das wir sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten hätten. Lediglich über die eigene Landebahn für den vom Mediendirektor gewünschten 15 Millionen Euro teuren Privatjet zum weiteren Ausbau des internationalen KRK-Netzwerks herrscht wegen der zu erwartenden Fluglärmproteste noch Uneinigkeit.

In der Halle geht derweil ein munteres Gerätetesten von statten und die Athleten machen erste Erfahrungen mit mediterranen Trainingsbedingungen. Denn draußen klettert das Thermometer auf 37 Grad, die Klimaanlage des Gyms erbringt Höchstleistungen, alle Ecken und Winkel erreicht sie jedoch nicht mehr.



Dienstag, 18. August 2009

Torette, 7:00 Uhr: Die KRK nimmt die erneute Einladung des Strandes an. Eineinhalb Stunden Morgenfitness mit Joggen, Krafttraining und Pilates machen Hunger auf das Frühstück um 8:40 Uhr. Im Hotel bricht der Cornflakes und Milchnotstand aus, nachdem unsere hungrige Truppe das Büffet geplündert hat. Chef-Trainerin Tatjana Bachmayer gibt der Horde bis zum späten Nachmittag zru freien Verfügung, wer will, kann sich im gekühlten Zimmer erholen, die Mehrheit entscheidet sich aber für Baden und Sonnen am Strand.

Mit aufgeladenen Speichern entwickelt sich die Spätnachmittagseinheit in der Halle zu einer der Besten im gesamten Trainingslager. Alle geben alles und die Chefin ist sehr angetan von den Leistungen ihrer Schützlinge. Nach dem Abendessen gibt es für alle noch Entspannung mit Physiotherapeutin Elisabetha, absacken, Wellen lauschen, Sterne angucken, vor allem den Riesenkometen der zufällig über die Adria rauscht. Mancher sieht dabei sogar Riesenschlangen, während andere als Betthupferl noch schnell einen Glücksdrachen verspeisen.

Die Zahlen der Lotterieziehung ergeben, dass die KRK leider nichts gewonnen hat. Aber auch sonst hat niemand die 6 aus 90 Zahlen und den Superstar richtig getippt. Der Jackpot enthält nun 146 Millionen…



Mittwoch, 19. August 2009

Torette, 8:30 Uhr: Der Plan sieht eine doppelte Trainingseinheit vor. Doch Pläne sind das eine, Realitäten das andere. Schon in der ersten Einheit zeigt sich, dass viele die 37 Grad des Vortags etwas unterschätzt haben und zu viel Gas gegeben hatten. Mit zunehmender Dauer lässt die Konzentration stark nach, da hilft auch das vom Präsidenten höchst persönlich literweise produzierte Isostar nicht weiter, einige sind einfach nur noch platt. Das Trainerteam entscheidet daher, die Mittagspause etwas in die Länge zu ziehen und damit für ein bisschen zusätzliche Erholung zu sorgen.

Beinahe das gesamte Trainerteam will nun versuchen, den Jackpot zu knacken. Der Kioskbesitzer erkennt uns sofort wieder und hat die richtigen Scheine schnell parat. Am Nachmittag sorgen dann ein entschärftes Programm und eine lange Aerobic-Einheit für neuen Schwung. Elisabetha hilft mit einer Entspannungseinheit jedem das Bewusstsein für das eigene Ich weiter zu öffnen. Nach dem Abendessen gibt es eine Runde Eis spendiert vom Trainerteam, das macht bei allen wieder gute Laune.